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Rundschau für Medizin
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A

ARR (Absolute Risikoreduktion):
arithmetische Differenz zwischen den Ereignisrate in der Plazebogruppe (CER) und der Gruppe, die mit dem Prüfmedikament (EER) behandelt wurde.

ARR = (CER - EER) = 15% - 8% = 7%
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G

Goldstandard:
beste und zuverlässigste Methode zum Nachweis oder Ausschluss einer Erkrankung (bei der Beinvenenthrombose gilt die Phlebographie als Goldstandard).

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I

«Intention to treat-Analyse»:
Patienten werden am Schluss in der Gruppe ausgewertet, in die sie zu Beginn eingeteilt wurden (kein Gruppenwechsel).

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L

Likelihood ratio (LR):
Faktor, der angibt, in welchem Ausmass die Untersuchung (D-Dimer) die Prätest-wahrscheinlichkeit (klinische Vermutungsdiagnose einer Beinvenenthrombose) verändert. Die likelihood ratio
eines positiven Resultates wird mit LRpos und die eines negativen Resultats mit LRneg bezeichnet. Eine Untersuchung mit einem LR-Wert von 1 führt zu keiner Veränderung der Prätestwahrscheinlichkeit, d. h. es ist eine überflüssige Untersuchung. LRpos-Werte > 10 erhöhen die Posttestwahrscheinlichkeit deutlich; LRneg-Werte < 0.1 reduzieren die Posttestwahrscheinlichkeit signifikant.

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N

Der negative Prädiktionswert (NNP, negative predicitive value)
gibt an, wieviel Prozent der untersuchten Personen mit negativem Testresultat (D-Dimer) nicht an der gesuchten Erkrankung (Beinvenenthrombose) leiden.


NNT (number needed to treat):
Anzahl von Patienten, die mit dem Prüfmedikament behandelt werden müssen um während der Studiendauer ein Ereignis (Wirbelkörperfraktur) zu verhindern.

NNT = 100 / ARR = 100 / 7 = 14
(wird in ganzen Zahlen angegeben)
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P

Prätestwahrscheinlichkeit:
Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung bei einzelnen Patienten, die aufgrund der Anamnese, der klinischen Untersuchung, der eigenen Erfahrung usw. angenommen wird.


Der positive Prädiktionswert (PPV, positive predictive value)
gibt an, bei wieviel Prozent der Personen mit positivem Resultat (D-Dimer) die gesuchte Erkrankung (Beinvenenthrombose) vorliegt.


Prävalenz:
Häufigkeit der Erkrankung (Beinvenenthrombose) im untersuchten Kollektiv.

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R

Randomisierung:
Patienten werden zu Beginn der Studie der einen (Medikament) oder anderen Gruppe (Plazebo) nach dem Zufallsprinzip zugeordnet. Damit lassen sich systematische Differenzen zwischen den beiden Gruppen so gut wie möglich vermeiden.


RRR (Relative Risikoreduktion):
proportionale Reduktion der Wirbelkörperfrakturen zwischen der mit dem Plazebopräparat (PER) und der mit dem Prüfmedikament behandelten Gruppe (EER).

RRR = (CER - EER) / CER =
(15% - 8%) / 15% = 46%
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S

Die Sensitivität
gibt an, bei wieviel Prozent der Patienten mit der Erkrankung (Beinvenenthrombose) der Test (D-Dimer) ein positives Resultat ergibt. d. h. Anzahl richtig positiver Resultate.


Die Spezifität einer Testmethode
gibt an, bei wieviel Prozent der untersuchten Personen der Test negativ ausfällt (D-Dimer), wenn die Erkrankung (Beinvenenthrombose) nicht vorhanden ist. d. h. Anzahl richtig negativer Resultate.

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wwwadmin@hanshuber.com, 30. Juni 1997

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