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Rundschau für Medizin
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Evidence Based Medicine
Glossar


Begriffe bei der Beurteilung einer «diagnostischen Studie»

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Goldstandard:
beste und zuverlässigste Methode zum Nachweis oder Ausschluss einer Erkrankung (bei der Beinvenenthrombose gilt die Phlebographie als Goldstandard).

Prävalenz:
Häufigkeit der Erkrankung (Beinvenenthrombose) im untersuchten Kollektiv.

Die Sensitivität
gibt an, bei wieviel Prozent der Patienten mit der Erkrankung (Beinvenenthrombose) der Test (D-Dimer) ein positives Resultat ergibt. d. h. Anzahl richtig positiver Resultate.

Die Spezifität einer Testmethode
gibt an, bei wieviel Prozent der untersuchten Personen der Test negativ ausfällt (D-Dimer), wenn die Erkrankung (Beinvenenthrombose) nicht vorhanden ist. d. h. Anzahl richtig negativer Resultate.

Prätestwahrscheinlichkeit:
Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung bei einzelnen Patienten, die aufgrund der Anamnese, der klinischen Untersuchung, der eigenen Erfahrung usw. angenommen wird.

Der positive Prädiktionswert (PPV, positive predictive value)
gibt an, bei wieviel Prozent der Personen mit positivem Resultat (D-Dimer) die gesuchte Erkrankung (Beinvenenthrombose) vorliegt.

Der negative Prädiktionswert (NNP, negative predicitive value)
gibt an, wieviel Prozent der untersuchten Personen mit negativem Testresultat (D-Dimer) nicht an der gesuchten Erkrankung (Beinvenenthrombose) leiden.

Likelihood ratio (LR):
Faktor, der angibt, in welchem Ausmass die Untersuchung (D-Dimer) die Prätest-wahrscheinlichkeit (klinische Vermutungsdiagnose einer Beinvenenthrombose) verändert. Die likelihood ratio
eines positiven Resultates wird mit LRpos und die eines negativen Resultats mit LRneg bezeichnet. Eine Untersuchung mit einem LR-Wert von 1 führt zu keiner Veränderung der Prätestwahrscheinlichkeit, d. h. es ist eine überflüssige Untersuchung. LRpos-Werte > 10 erhöhen die Posttestwahrscheinlichkeit deutlich; LRneg-Werte < 0.1 reduzieren die Posttestwahrscheinlichkeit signifikant.

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wwwadmin@hanshuber.com, 30. Juni 1997